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Sämtliche Früchte Cubas werden in dem Verarbeitungskombinat Lola Fruit gepresst.
Die technische Anlage stammt aus der DDR, die auch Hauptabnehmer des
cubanischen Saftes war. Aufgrund der recht rückständigen Technologie wurden in
den letzten Jahren viele Neuinstallationen vorgenommen. Die Früchte kommen
vorsortiert und gewogen in Lastwagen und werden in 8 Silos verstaut. Die
Verarbeitungsanlage arbeitet rund um die Uhr, um mögliche Verunreinigung
auszuschließen. Lediglich alle 10 Stunden ist 2 Stunden totale Pause. Über ein
automatisches Transportsystem gelangen die Früchte in die Sortiermaschine, wo
sie nach Größe sortiert und zur passenden Presse weitergeleitet werden (es gibt
insgesamt 10 verschieden große Pressen, jede mit 5 Mulden für die Früchte).
Der gepresste Saft gelangt nun durch Pipelines in eine Heizanlage, wo er bei etwa 50-60° C erhitzt und zu Konzentrat verarbeitet wird. Das Konzentrat kommt in 250kg-Tanks und wird im Kühlraum bei -18° bis zum Transport gelagert.
Die Kontrakte laufen über das nationale Zitrusfruchtamt, dem neben Lola Fruit 17
Produktionskooperativen unterstehen. Wie bei cubanischen Staatshandelsprodukten
allgemein üblich, wird für den Export der geltende Weltmarktpreis angesetzt.
Importiert wird das Konzentrat von der belgischen ATO OXFAM Wereldwinkels; die
Abfüllung erfolgt in Belgien in die dort handelsüblichen Pfandflaschen. Der fertige
Saft besteht dann zu 22% aus Konzentrat, zu 78% aus Wasser (Grundwasser aus
196m Tiefe); 1 kg Konzentrat ergibt 4,7 l Orangensaft und 4,3 l Grapefruitsaft. Es
wird keinerlei Zucker zugesetzt.
OXFAM Wereldwinkels erhebt pro Liter Saft einen Aufschlag von 0,5 Bfr für spezielle
Projekte in Cuba. Ein Teil des Geldes fließt auch in den Aufbau des OXFAM-Büros in
Cuba, über das in Zukunft alle Kontakte direkt laufen sollen.
Geplant ist langfristig auch eine direkte Mehrzahlung für die
Produktionskooperativen. In Absprache mit OXFAM Wereldwinkels will EL PUENTE
den Saft für den deutschen Markt langfristig in Deutschland abfüllen lassen, um
unnötige Transportkosten zu vermeiden und sich dem deutschen Pfandsystem
anzuschließen. Ein entsprechender Abfüllbetrieb wurde bereits gefunden.
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