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Quinua ist eine jahrtausende alte Kulturpflanze der Anden. Weil die Inkas ihr
besondere Kräfte zuschrieben, stellten die spanischen Herrscher den Anbau unter
Todesstrafe. Heute weiß man, daß Quinua mit seinem hohen Gehalt an Eiweiß,
Mineralien, Vitaminen und ungesättigten Fettsäuren alle bekannten Getreidesorten
übertrifft.
Im Anbauland Bolivien findet das Wunderkorn jedoch kaum Absatz: Für die arme
Bevölkerung ist es zu teuer, und in gehobeneren Kreisen zieht man importiertes
Getreide vor.
Die Nationale Vereinigung der Quinua-Produzenten ANAPQUI versucht nun neue
Märkte gerade auch im Ausland zu öffnen, um Überschüsse absetzen zu können und
Quinua wieder bekannter zu machen. Die Basisorganisation wurde von den
Quinua-Bauern im südlichen Hochland Boliviens ins Leben gerufen, die Produzenten
sind über fünf regionale Organisationen angeschlossen, die alle zwei Jahre an einem
nationalen Kongreß teilnehmen. Dort wird eine Bilanz der Aktivitäten erstellt, der
nationale Vorstand gewählt und die Arbeitsstrategie für die nächsten zwei Jahre
beschlossen. Insgesamt vertritt ANAPQUI die Interessen von mehr als 2500 Familien
in 90 Gemeinden, hauptsächlich um Oruro und Potosí. ANAPQUI arbeitet in
folgenden Bereichen:
- technische Unterstützung durch Beratung der Produzenten, um dauerhafte Verbesserung des Produktes zu erreichen
- Vermittlung der Kenntnisse von Buchhaltung und Verwaltung
- und natürlich Vermarktung von Quinua - ANAPQUI ist der erste und größte Quinua-Exporteur Boliviens.
Pläne für die Zukunft sind die Einführung von Quinua-Nebenerzeugnissen, z.B. Mehl,
und die Ausweitung des biologischen Anbaus.
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