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Konvention der Weltläden -
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In Deutschland betreiben heute rund 800 Weltläden und
2500 Aktionsgruppen
fairen Handel. Dies sind die Leitlinien des Fairen Handels: |
Sozial- und Umwelt- |
Im alternativen Handel stehen die Menschen und ihre
elementaren
Bedürfnisse im
Vordergrund. Qualtität bezieht sich nicht nur auf die
Hochwertigkeit
der gehandelten
Produkte, sondern auch auf die Sozial- und
Umweltverträglichkeit
im Herstellungs- und
Vermarktungsprozess.
Alternativer Handel darf sich nicht an der
Ausblendung sozialer und
ökologischer Kosten beteiligen. Sein Preis spiegelt
stattdessen
auch die Kostenfaktoren
wieder, die durch Einhaltung bzw. Erreichen bestimmter
Sozial-
und Umweltstandards
entstehen.
Eine Grundlage des alternativen Handels ist die umfassende und wechselseitige Transparenz. Dies bedeutet, dass ProduzentInnen, Importorganisationen und Weltläden es ermöglichen, dass ihre Zielsetzung, Organisationsstruktur, Prozesse der Entscheidungsfindung, Besitzverhältnisse, finanzielle Situation, Handelswege und Kriterien für die Auswahl ihrer Handelspartner einsichtig sind.
ProduzentInnen, Importorganisationen und Weltläden müssen unabhängig von formalrechtlichen Strukturen eine ausreichende Mitbestimmung aller MitarbeiterInnen gewährleisten.
Gewinnmaximierung - die Unterordnung aller anderen Aspekte unter die Erzielung eines höchstmöglichen Gewinns - ist kein Ziel des alternativen Handels. Auf allen Ebenen des Handels soll ein Teil der Erlöse für Gemeinschaftsaufgaben verwendet werden (z.B. Bildung, Gesundheit, Zukunftsinvestitionen, Informationsarbeit).
Kontinuität der (Handels-)Beziehungen ist Grundlage für eine echte Partnerschaft im alternativen Handel. Kontinuität drückt sich z.B. in langfristigen Lieferverträgen, Qualität der Produkte, interner Weiterbildung, gegenseitigen Beratungsangeboten und kontinuierlicher Betriebsführung aus.
Informations- und Bildungsarbeit zu den Problemen des
Welthandels hat einen hohen Stellenwert in der Arbeit der
Weltläden. Neben der Information zu Produkten und ProduzentInnen
beteiligen sie sich an Kampagnen und politischen Aktionen
und arbeiten dabei mit anderen Initiativen zusammen.
Weltläden
bevorzugen den Verkauf
"politischer Produkte", an denen sich die
Situation der Herkunftsländer im Welthandel
beispielhaft darstellen lässt.
Ergänzungsprodukte sind Produkte, deren Hauptrohstoffe nicht von HandelspartnerInnen in sogenannten Entwicklungsländern stammen. Bei diesen Produkten sollte auf allen Ebenen auf ähnliche Kriterien geachtet werden, wie sie für den übrigen alternativen Handel beschrieben wurden. Ein inhaltlicher Zusammenhang zu den anderen Produkten und den Zielen des alternativen Handels sollte gegeben sein. Ergänzungsprodukte müssen als solche erkennbar sein.